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Die Daten für die Sekundäranalyse wurden der Mobilität ´97 entnommen, die im Auftrag der BMW AG vom Institut für Sozialökonomik des Haushalts an der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit der Abteilung Verkehrsforschung der Infratest Burke Wirtschaftsforschung GmbH & Co., München, geplant und durchgeführt wurde. Ein Schwerpunkt neben der Erforschung des Mobilitätsverhaltens der bayrischen Bevölkerung war die Erforschung des Freizeitverhaltens.
Die Grundgesamtheit der Mobilität `97 bildeten deutschsprachige Personen in Bayern, die mindestens 10 Jahre alt waren und in einem privaten Haushalt in Bayern lebten. Für die Auswahl kamen nur Haushalte mit einem Telefon in Frage, da die mittels Infrascope-Adresspool gewonnenen Teilnehmerhaushalte telefonisch angeworben wurden. Bis zu 6-malig versuchte Kontaktaufnahme mit den Befragungshaushalten führte zu 986 Haushaltsfragebögen bei einer Rücklaufquote von 66,4 %.
Die Befragung wurde jeweils mittels Haushaltsfragebogen (1-mal pro Haushalt), Personenfragebogen (jede Person im Haushalt) und Wegetagebuch (jede Person im Haushalt) durchgeführt. Bedingung für die Teilnahme war das ständige Wohnen einer Person im befragten Haushalt.
Die Befragung der außerhäusigen Wege mittels des Wegetagebuchs erfolgte je nach den protokollierten Wochentagen 2 oder 3 Tage. 2 Tage bei Protokollierung von Werktagen und 3 Tage bei Beginn des Protokolls an einem Freitag bzw. einem Samstag.
Erhoben wurde die Mobilität in drei Wellen im März, Juni und Oktober, um die saisonalen Schwankungen im Mobilitätsverhalten zu berücksichtigen. Insgesamt wurden von den 986 Haushalten mit 2.169 Haushaltsmitgliedern an 5.023 Personentagen 21.474 Wege durchgeführt.
Daten konnten aus dem Wegetagebuch, Personenfragebogen und Haushaltsfragebogen gewonnen werden. Im Wegetagebuch (vgl. Abbildung 1) wurden die Verkehrsmittel, die Wegbegleitung, das Motiv der Verkehrsmittelwahl, der Streckentyp, die Zufriedenheit mit der Nutzung eines Verkehrsmittels auf einem Weg, der Zielort, die Aktivität am Zielort, ein eventuell vorhandener Stop und der zeitliche Rahmen bzw. die situative Gegebenheit für das Ziel erfragt.
Bild ansehen aus dem Wegetagebuch
Abbildung 1: Auszug aus dem Wegetagebuch (Zängler, 1999, S. 40)
Durch den Personenfragebogen wurden unter anderem Ausstattung und Verfügbarkeit von privat bzw. dienstlich/geschäftlich verfügbaren Verkehrsmitteln (Pkw, Fahrrad, Krad), Gestaltung des alltäglichen Mobilitätsverhaltens nach Aktivitäten und Verkehrsmitteln, verkehrspolitische Meinungen und der persönliche Beitrag zum monatlichen Einkommen des Haushalts erhoben. Mit dem Haushaltsfragebogen wurden die Lage und die Art des Wohnorts, der Zugang zu verschiedenen Einrichtungen des täglichen Lebens, die Gestaltung hauswirtschaftlicher Aufgaben, die Ausstattung mit Pkw`s und der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie das monatliche Haushaltseinkommen erfragt. Sozioökonomische Merkmale des Haushalts wurden ebenso im Haushaltsfragebogen dokumentiert, wie z.B. das Alter, der Beruf und das Geschlecht.
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