8.1.2 Aufbau des Modells der Flexibilität der Verkehrsmittelwahl
Es stellt sich die Frage, ob Flexibilität anhand der Faktoren Eignung, Verfügbarkeit und Zufriedenheit untersucht werden kann. Eine Definition von Flexibilität in bezug auf Mobilität erfolgte bislang nicht.
Im Ansatz der abgestuften Wahlmöglichkeiten werden bestehende Limitierungen und der Grad der Wahlfreiheit bei der Verkehrsmittelwahl diskutiert. Flexibilität könnte demnach auch als Wahlfreiheit oder als Gebundenheit an ein Verkehrsmittel verstanden werden. Brög untersuchte die Wahlfreiheit anhand bundesdeutscher KONTIV-Daten und konnte zeigen, daß von 1.200 befragten Haushaltsvorständen in städtisch-strukturierten Regionen nur 17 % wahlfrei waren. Untersucht hat er dazu den objektiven Zwang ein Verkehrsmittel mangels Alternative zu benutzen, die Sachzwänge, die ein bestimmtes Verkehrsmittel bedingen, den Mangel an Information über das bestehende ÖV-Angebot und die subjektive Wahlfreiheit.
Die Vorgehensweise der Untersuchung der Flexibilität der Verkehrsmittelwahl in der individuellen Mobilität weicht von der die Brög angewendet hat ab. Dennoch ist sie zur Bestimmung der Flexibilität der Verkehrsmittelwahl geeignet. Der Vorteil liegt dabei in der voneinander unabhängigen Betrachtung der verschiedenen Merkmale Eignung eines Verkehrsmittels, Verfügbarkeit eines Verkehrsmittels und Zufriedenheit mit einem Verkehrsmittel auf einem Weg, wodurch differenzierte Ergebnisse dargestellt werden können.
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