Verkehrsmittelwahl - Exkurs

     

1 Einführung
2 Begriffe der Verkehrsmittelwahl
3 Stand der Forschung
4 Modelle der Untersuchung
5 Daten
6 Methode
7 Ergebnisse
8 Diskussion
9 Ausblick
10 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen
Verzeichnis der Tabellen


Modell der Flexibilität der Verkehrsmittelwahl
Ablauf des Modells der Verkehrsmittelwahl
Aufbau des Modells der Verkehrsmittelwahl
Daten
Ergebnisse
Hypothese 1
Motive der Verkehrsmittelwahl nach dem Verkehrsbereich
Motive der Verkehrsmittelwahl nach der Wegedauer
Motive der Verkehrsmittelwahl nach dem Wegzweck
Motive der Verkehrsmittelqualität nach sozioökonomischen Merkmalen
Exkurs
Hypothese 2
Ausstattung und Verfuegbarkeit
PKW-Verfügbarkeit nach sozioökonomischen Merkmalen
Hypothese 3
Parameter der Zufriedenheit mit einem Verkehrsmittel
Zufriedenheit mit der Verkehrsmittelwahl nach der Wegedauer
Zufriedenheit mit der Verkehrsmittelwahl nach dem Wegzweck
Zufriedenheit mit der Verkehrsmittelwahl nach sozioökonomischen Merkmalen
Einflußfaktoren auf die Verkehrsmittelwahl
Restriktionen der Verkehrsmittelwahl
Wegbegleitung
Gepäck
Zufriedenheit mit der Verkehrsmittelwahl
Übertragbarkeit der Ergebnisse

8.3.1.5 Exkurs

In 8.1.2 wurde festgestellt, daß Flexibilität auch als Wahlfreiheit oder Gebundenheit an ein Verkehrsmittel verstanden werden kann.

In dieser Arbeit kann die Wahlfreiheit anhand verschiedener Motive der Verkehrsmittelwahl ebenfalls dargestellt und diskutiert werden. Dieses sind die Motive der Verkehrsmittelwahl „keine andere Möglichkeit“, „Gewohnheit/bewährt“, „viel Gepäck“ und „vorher damit unterwegs“.

Die gerade genannten Motive der Verkehrsmittelwahl werden im folgenden dargestellt und diskutiert. Danach werden die dazu dargestellten Ergebnisse in den bezug zu dem von Brög ermittelten Grad der Wahlfreiheit gestellt.

Bei dem Motiv der Verkehrsmittelwahl „keine andere Möglichkeit“ sind „wahlfreie“ Personen weniger unter den ÖV-Nutzern zu finden, da diese mit 31,9 % am häufigsten angeben, „keine andere Möglichkeit“ für die Durchführung eines Weges zu besitzen. Nach sozioökonomischen Merkmalen sind in dieser Gruppe vor allem die Altersklassen von 11 bis 18 Jahren, 25 bis 50 Jahren und 51 bis 64 Jahren zu finden, die in einem Haushalt mit einem monatlichen Einkommen von 2000 bis 4000 DM leben und vorrangig in den Haushaltstypen Single, Paar mit und ohne Kinder lokalisiert sind. Nutzer des ÖV sind bei der Angabe „Gewohnheit bewährt“ am häufigsten vertreten und sind somit von der Vorteilhaftigkeit dieses Verkehrsbereiches stärker überzeugt als Nutzer von anderen Verkehrsbereichen.

Beim Transport von „viel Gepäck“ besteht eine verstärkte Gebundenheit an ein Verkehrsmittel oder weniger Wahlfreiheit. Gepäck wird vor allem im mIV transportiert (11,5 % gegenüber unter 1,3 % in den anderen Verkehrsbereichen). Nach Krumm unterschätzen viele Nutzer des mIV die Transportkapazität des Rades beträchtlich, was er einerseits durch einen Vergleich der Transporthäufigkeit von Nutzern des mIV und des Rades und andererseits durch subjektive Einschätzungen der Interviewer begründet. Des weiteren zeigt er auf, daß sich der Warenwert von eingekaufter Ware in den Verkehrsbereichen Rad und mIV nicht signifikant voneinander unterscheidet.

Die Angabe des Motivs der Verkehrsmittelwahl „vorher damit unterwegs“ wird vor allem bei Wegen, die im Verkehrsbereich mIV (36,5 %) und Rad (35,1 %) durchgeführt wurden, genannt. Beide Verkehrsbereiche weisen eine höhere Eignung zur Verkettung von Wegen für die Verkehrsteilnehmer auf als die anderen beiden Verkehrsbereiche.

Die im Exkurs diskutierten Ergebnisse lassen keinen Schluß auf den Grad der Wahlfreiheit zu, wie er von Brög ermittelt wurde. Allerdings wird bei der Betrachtung der Methode die Brög für die Ermittlung angewandt hat ersichtlich, daß der Grad der Wahlfreiheit nicht ganzheitlich ermittelt wurde. Brög betrachtete für die Ermittlung des Grads der Wahlfreiheit nur den ÖV und mIV. In der Realität müßte der Grad der Wahlfreiheit größer sein, da die Verkehrsbereiche zu Fuß und Rad nicht beachtet wurden.

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