8.3.4.2 Zufriedenheit mit der Verkehrsmittelwahl
Im folgenden werden die Einflußfaktoren auf unangenehm eingeschätzte Wege diskutiert. Allgemein steigt die Anzahl der Angabe der Einschätzung unangenehm mit steigender Wegedauer.
Im folgenden werden exemplarisch die nach der Trennung erhaltenen Dauerklassen keine Angabe mit 1 bis 8 Minuten Wegedauer - Bezeichnung als Segment I - und 9 bis 25 Minuten Wegedauer - Bezeichnung als Segment II - diskutiert.
Bei der Wegedauer im Segment I ist die Niederschlagsstärke entscheidend für unangenehm eingeschätzte Wege (vgl. Abbildung 13). In der Tendenz ist mit einer steigenden Niederschlagsstärke ein Steigen der Angabe der Zufriedenheit unangenehm festzustellen. Vermutet wird, daß bei Wegen im Segment I, die sich durch eine relativ kurze Wegedauer charakterisieren lassen, weniger Wert auf ausreichenden Wetterschutz gelegt wird, weil der Niederschlag bei einer kurzen Wegedauer eher unterschätzt wird. Zusätzlich ist dies durch den unterschiedlichen Schutz vor Niederschlag, den die verschiedenen Verkehrsbereiche bieten, zu erklären. Während in den beiden zusammengefaßten Verkehrsbereichen ÖV und mIV ein Wetterschutz besteht und die Einschätzung unangenehm auf 0 % sinkt, ist diese bei den Verkehrsbereichen zu Fuß und Rad deutlich höher.
Die Wegedauern im Segment II bestätigen den auf intuitiver Ebene gefundenen Zusammenhang mit der Witterung (vgl. Abbildung 14). Bei diesen Wegen wird nach den Auswertungen mehr Wert auf den Schutz vor Niederschlag gelegt als auf den Schutz vor Kälte, so daß dieser auf die unangenehmen eingeschätzten Wege maßgeblich ist.
Im folgenden wird unter anderem für eine Bestätigung der oben genannten Aussagen der Ast mit dem Temperaturbereich wärmer als 9,8 °C weiter diskutiert. Unangenehm eingeschätzte Wege sind in diesem Temperaturbereich seltener als bei den anderen Temperaturbereichen. Somit ist die Einwirkung von Kälte der maßgebliche Faktor für unangenehm eingeschätzte Wege im Segment II.
Für die signifikante Unterscheidung des Temperaturbereichs wärmer als 9,8 °C in Personen, die Bahnsonderangebote nutzen und nicht nutzen, konnte kein Grund gefunden werden.
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