7.4.1.2 Transport von Gepäck
Die multivariate Analyse mit CHAID ergab signifikante Unterschiede nach dem Transport von „viel Gepäck“ (n = 5.921 Wege; „viel Gepäck“ 6,4 %). Dabei wurden Unterschiede nach der Anzahl der begleitenden Haushaltsmitglieder älter als 10 Jahre festgestellt. Dabei werden zwei Gruppen unterschieden. Es handelt sich dabei zum einen um Wege von Personen, die ohne oder mit drei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre unterwegs sind (n = 4.678 Wege; „viel Gepäck“ 5,0 %) und zum anderen um Wege von Personen, die mit einem bzw. zwei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre unterwegs sind (n = 1.243 Wege; „viel Gepäck“ 11,8 %).
Unterwegs ohne oder mit drei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre
Bei der Durchführung eines Weges ohne oder mit drei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre ist der Verkehrsbereich entscheidend in bezug auf die Mitführung von „viel Gepäck“ (vgl. Abbildung 11). Dabei werden zwei Gruppen nach Verkehrsbereichen unterschieden:
In der ersten Gruppe wurden die Verkehrsbereich zu Fuß, Rad und ÖV zusammengefaßt (n = 2.457 Wege; „viel Gepäck“ 0,7 %). Entscheidend sind bei dieser zusammengefaßten Gruppe die durchgeführten Wege pro Tag. Bei 14 Wegen pro Tag ist mit 23,1 % (n = 26 Wege) die Mitführung von „viel Gepäck“ häufiger als bei den anderen Ausprägungen der Wege pro Tag.
In der zweiten Gruppe ist der Verkehrsbereich mIV (n = 2.221; „viel Gepäck“ 9,6 %) vorhanden. Im mIV ist die Anzahl der genannten Motive der Verkehrsmittelwahl über die Häufigkeit der Mitführung von „viel Gepäck“ entscheidend. Dabei sind vier Untergruppen zu finden.
In der ersten Untergruppe (n = 1.185 Wege; „viel Gepäck“ 5,1 %) in der kein bzw. ein Motiv der Verkehrsmittelwahl genannt wurde, ist das Motiv der Verkehrsmittelwahl „vorher damit unterwegs“ entscheidend auf den Transport von „viel Gepäck“. Wird dabei das Motiv der Verkehrsmittelwahl „vorher damit unterwegs“ nicht angegeben, ist die Mitführung von „viel Gepäck“ (n = 751 Wege; 8,0 %) höher als bei einer Angabe des Motivs der Verkehrsmittelwahl (n = 434 Wege; „viel Gepäck“ 0 %).
In der zweiten Untergruppe (n = 889 Wege; „viel Gepäck“ 14,5 %) in der zwei bis vier Motive der Verkehrsmittelwahl angegeben werden, ist die Angabe von „viel Gepäck“ bei keiner Angabe des Motivs der Verkehrsmittelwahl „geringster Zeitaufwand“ erhöht (n = 433 Wege; „viel Gepäck“ 21,5 %). Die Angabe des Motivs der Verkehrsmittelwahl „geringster Zeitaufwand“ führt dagegen zu einer Angabe von 7,9 % „viel Gepäck“ (n = 456 Wege).
In der dritten Untergruppe werden fünf Motive der Verkehrsmittelwahl angegeben. Hier beträgt die Mitführung von „viel Gepäck“ 6,6 % (n = 91 Wege).
Die vierte Untergruppe (n = 56; „viel Gepäck“ 33,9 %), in der sechs bis acht Motive der Verkehrsmittelwahl genannt werden, wird nach dem Haushaltseinkommen weiter unterschieden. Bei weniger als 2000 bis 3000 DM/Monat werden auf 68,2 % der Wege „viel Gepäck“ angegeben (n = 22 Wege). Ein Haushaltseinkommen von mehr als 3000 DM/Monat läßt die Angabe von „viel Gepäck“ auf 11,7 % sinken (n = 34 Wege).
Wege von Personen, die ohne oder mit drei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre durchgeführt wurden, zeigen Potential in der Nutzung eines PTW´s mit passiven Sicherheitsmerkmalen. Besonders positiv ist dabei die Durchführung eines Weges im mIV in Verbindung mit der Angabe von keinen oder einem Motiv der Verkehrsmittelwahl.
Unterwegs mit einem oder zwei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre
Werden mit einem oder mit zwei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre Wege durchgeführt, können statistisch vier Gruppen nach der Anzahl der Motive der Verkehrsmittelwahl unterschieden werden (vgl. Abbildung 12). Diese werden im folgenden dargestellt:
Wird kein oder ein Motiv der Verkehrsmittelwahl genannt (n = 616; „viel Gepäck“ 4,7 %), so ist der Wochentag entscheidend über die Mitführung von „viel Gepäck“. Nach den Wochentagen sind drei Untergruppen zu unterscheiden. In der ersten Untergruppe (n = 121; „viel Gepäck“ 16,5 %), in der Montag und Freitag zusammengefaßt sind, ist zusätzlich eine Unterscheidung nach dem monatlichen Haushaltseinkommen möglich. Bei einem monatlichen Haushaltseinkommen von weniger als 2000 bis 5000 DM/Monat und den fehlenden Angaben wird kein Gepäck mitgeführt (n = 48 Wege; „viel Gepäck“ 0 %). Ein Haushaltseinkommen von 5000 bis 7000 DM/Monat führt zu 46,1 % Nennungen von „viel Gepäck“ (n = 39 Wege). Wohingegen bei mehr als 7000 DM/Monat Haushaltseinkommen auf 5,9 % der Wege Gepäck mitgeführt wird (n = 34 Wege).
Die zweite Untergruppe enthält die Tage Dienstag, Donnerstag und Sonntag. An diesen Tagen wird keine Angabe über den Transport von „viel Gepäck“ gemacht (n = 222 Wege).
In der dritten Untergruppe, in der die Tage Mittwoch und Samstag zu finden sind, wird mit 3,3 % „viel Gepäck“ angegeben (n = 273 Wege).
Werden zwei bis vier Motive der Verkehrsmittelwahl angegeben (n = 555; „viel Gepäck“ 16,2 %), wird nach den Verkehrsbereichen weiter unterteilt. Zwei Untergruppen sind dabei zu unterscheiden. Zum einen die Untergruppe eins mit zu Fuß, Rad und ÖV (n = 162 Wege; „viel Gepäck“ 0 %) und zum anderen die Untergruppe zwei mit dem Verkehrsbereich mIV (n = 393 Wege; „viel Gepäck“ 22,9 %).
Im mIV ist zusätzlich eine Unterscheidung nach Wochentagen gegeben. Dabei werden einerseits die Wochentage Montag bis Donnerstag und Sonntag nach dem Transport von „viel Gepäck“ zusammengefaßt (n = 282 Wege; „viel Gepäck“ 15,3 %) und andererseits die Wochentage Freitag und Samstag (n = 111 Wege; „viel Gepäck“ 42,3 %).
Bei einer Angabe von fünf Motiven der Verkehrsmittelwahl beträgt die Angabe von „viel Gepäck“ 27,7 % (n = 47 Wege).
Ist die Anzahl der angegebenen Motive der Verkehrsmittelwahl sechs bis zehn beträgt die Angabe von „viel Gepäck“ 56,0 % (n = 25 Wege).
Wege von Personen, die ohne oder mit drei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre durchgeführt wurden, zeigen Potential in der Nutzung eines PTW´s mit passiven Sicherheitsmerkmalen. Besonders positiv ist dabei die Durchführung eines Weges im mIV mit der Angabe von keinem oder einem Motiv der Verkehrsmittelwahl in Verbindung mit keiner Angabe des Motivs der Verkehrsmittelwahl „vorher damit unterwegs“.
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Abbildung 11: Einflußfaktoren auf die Mitführung von „viel Gepäck“ bei einer Wegbegleitung von keinem oder drei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre
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Abbildung 12: Einflußfaktoren auf die Mitführung von „viel Gepäck“ bei einer Wegbegleitung von einem oder zwei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre
Aus der Sichtweise des transportierten Gepäcks wären Wege von Personen, die mit einem oder zwei Haushaltsmitgliedern älter als 10 Jahre durchgeführt wurden für PTW´s mit passiven Sicherheitsmerkmalen prinzipiell geeignet, allerdings steht der Nutzung die Anzahl der begleitenden Personen entgegen.
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